Markisentuch aus Acryl oder Polyester – was hält länger?
Ratgeber Sonnenschutz
Das Tuch bestimmt Farbe, Schatten und Lebensdauer
Das Gestell einer Markise hält Jahrzehnte, das Tuch arbeitet jeden Tag. Welches Gewebe sie wählen, entscheidet darüber, wie lange die Farbe hält, wie viel Licht durchkommt und wie oft Sie das Tuch pflegen müssen.
Woraus Markisentücher gewebt werden
Im Außenbereich halten sich zwei Fasern. Acryl ist der Standard bei hochwertigen Anlagen, Polyester wird häufig bei günstigeren Modellen und bei Spezialanwendungen verwendet. Beide Gewebe werden nach dem Weben ausgerüstet, damit Wasser abperlt und Schmutz schlechter haftet. Der Unterschied steckt in der Faser selbst und darin, wann die Farbe hineinkommt.
Acryl und die Farbe in der Faser
Bei gutem Acryl wird das Farbpigment schon in die flüssige Masse gegeben, bevor die Faser entsteht. Dieses spinndüsengefärbte Gewebe bleicht über viele Sommer kaum aus, weil die Farbe nicht auf der Oberfläche sitzt, sondern durch die ganze Faser geht. Acryl ist außerdem atmungsaktiv und trocknet nach einem Schauer zügig. Genau dieses Tuch liefert der Hersteller zur G 100 Komfort-Gelenkarmmarkise.
Polyester und seine Stärken
Polyester ist reißfester als Acryl und nimmt mechanische Belastung besser auf. Bei Senkrechtmarkisen und bei Geweben, die oft über Kanten laufen, ist das ein Vorteil. Üblich ist hier eine stückgefärbte Ware, bei der die Farbe erst in das fertige Gewebe geht. Sie hält gut, verliert über die Jahre aber schneller an Kraft als spinndüsengefärbtes Acryl. Dafür liegt der Preis niedriger.

Gewicht, Griff und Faltenbild
Beide Gewebe bringen je Quadratmeter ähnlich viel auf die Waage. Acryl fühlt sich weicher an und legt sich beim Aufwickeln lockerer. Polyester ist glatter und etwas steifer. Falten an Nähten und Säumen gehören zu jedem Markisentuch, weil dort mehrere Lagen übereinanderliegen und sich der Wickel ungleich aufbaut. Das ist kein Mangel. Bei Wärme glätten sich diese Wellen zum großen Teil von selbst.
Wir schauen uns die Stelle an, nehmen die Maße auf und rechnen Ihnen den Vorschlag durch. TMC GmbH, Karlsruher Str. 22, 76437 Rastatt.
Farbe, Schattenwirkung und Verschmutzung
Die Wahl des Dessins wird oft nur nach der Fassade entschieden. Dabei bestimmt die Farbe mindestens genauso stark, wie der Platz darunter wirkt und wie warm es dort wird.
Helle und dunkle Dessins
Dunkle Tücher nehmen viel Licht weg und erzeugen einen dichten, ruhigen Schatten. Sie heizen sich dabei stärker auf und geben diese Wärme nach unten ab. Helle Tücher lassen mehr Licht durch, der Platz darunter bleibt freundlich, die Blendung ist aber höher. Ein mittlerer Ton oder ein gestreiftes Dessin ist für die meisten Terrassen der beste Kompromiss. Lassen Sie sich Muster im Freien zeigen, denn im Büro wirkt jede Farbe anders als unter dem Himmel.
Fahren Sie das Tuch nie nass ein. Feuchtigkeit im Wickel führt zu Stockflecken, die sich nicht mehr entfernen lassen. Wenn es nicht anders geht, fahren Sie die Anlage am nächsten trockenen Tag noch einmal aus und lassen das Tuch durchtrocknen.
Wie sich Schmutz auf dem Tuch verhält
Blütenstaub, Laubreste und Vogelkot bleiben auf jedem Gewebe liegen. Auf hellen und einfarbigen Tüchern fällt das stärker auf als auf gestreiften. Eine gute Ausrüstung lässt Wasser abperlen und nimmt Schmutz den Halt, sie ist aber keine Versiegelung für die Ewigkeit. Nach vielen Jahren lässt diese Wirkung nach, dann nimmt das Tuch Wasser langsamer ab. Eine geschlossene Kassette hält den Wickel sauber, weil das eingefahrene Tuch komplett im Gehäuse liegt.
Lichtdurchlass und Wärme darunter
Kein Gewebe hält Wärme vollständig ab, weil die Luft unter dem Tuch frei steht. Wer an einer Südwestseite sitzt, gewinnt mehr durch einen größeren Ausfall und einen ausfahrbaren Volant als durch ein dunkleres Dessin. An einer verglasten Fassade hilft zusätzlich eine Senkrechtmarkise gegen die flach einfallende Abendsonne.
Pflege und Lebensdauer im Alltag
Ein gutes Tuch hält bei normaler Nutzung viele Jahre, bevor Farbe und Ausrüstung merkbar nachlassen. Entscheidend sind weniger die Sonnenstunden als der Umgang mit Feuchtigkeit und Schmutz. Grobe Auflagen streifen Sie bei ausgefahrenem Tuch mit einem weichen Besen ab. Festsitzende Flecken behandeln Sie mit lauwarmem Wasser und einem milden Mittel, danach gründlich nachspülen und das Tuch vollständig trocknen lassen. Hochdruckstrahler und scharfe Mittel zerstören die Ausrüstung und sind der sicherste Weg zu einem Tuch, das Wasser aufsaugt.
Irgendwann ist jedes Gewebe am Ende, meist durch poröse Nähte oder durch Flecken, die sich nicht mehr lösen. Der Tausch ist dann unkompliziert, denn das Gestell bleibt stehen und nur der Wickel wird gewechselt. Wer die Anlage so gewählt hat, dass der Hersteller das Tuch nachliefert, bekommt für wenig Geld eine Markise, die wieder wie neu aussieht.
- Spinndüsengefärbtes Acryl für dauerhafte Farbe im Dauereinsatz
- Polyester für hohe Reißfestigkeit und ein knappes Budget
- Mittlere Töne oder Streifen für Schatten ohne starke Blendung
- Geschlossene Kassette, wenn das Tuch sauber bleiben soll
Welches Gewebe zu Ihrer Fassade passt, zeigen wir mit Mustern beim Aufmaß. Bauformen und Ausstattung finden Sie auf unserer Seite zu Gelenkarmmarkisen nach Maß.

Häufige Fragen zum Tuch
Hält das Tuch einen Regenschauer aus?
Bei ausreichender Neigung läuft Wasser vorne ab und das Gewebe nimmt keinen Schaden. Bei Dauerregen sammelt sich Wasser in der Mitte, dann gehört die Anlage eingefahren. Danach das Tuch wieder trocknen lassen.
Kann ich das Tuch später gegen ein anderes Dessin tauschen?
Ja, der Wickel wird einzeln gewechselt und das Gestell bleibt stehen. Prüfen Sie beim Kauf, ob der Hersteller das Tuch über viele Jahre nachliefert, denn davon hängt der Aufwand später ab.
Was bedeuten die Falten im neuen Tuch?
An Nähten und Säumen liegen mehrere Lagen übereinander, deshalb baut sich der Wickel dort dicker auf. Die entstehenden Wellen sind herstellungsbedingt und bei Wärme kaum noch zu sehen.
Darf ich das Tuch in der Maschine waschen?
Nein, damit zerstören Sie die wasserabweisende Ausrüstung und die Konfektion. Abstreifen am ausgefahrenen Tuch und bei Bedarf lauwarmes Wasser mit einem milden Mittel sind der richtige Weg.
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Wir bringen die Dessins zum Aufmaß mit und halten sie vor Ihre Fassade.
