Wie viele Spots braucht eine Überdachung?

Ratgeber Licht

Nicht die Dachfläche entscheidet, sondern die genutzte Fläche

Die Frage nach der Zahl der Lichtpunkte wird fast immer über die Quadratmeter gestellt. Das führt in die Irre. Sinnvoller ist die Frage, welche Bereiche abends benutzt werden und wie hell sie dafür sein müssen.

Von der Nutzung zur Zahl der Lichtpunkte

Eine Überdachung hat selten eine einzige Aufgabe. Es gibt den Essplatz, einen Bereich mit Liegen oder Sesseln, den Weg von der Tür zum Garten und oft eine Ecke mit Grill oder Arbeitsfläche. Diese Bereiche brauchen unterschiedlich viel Licht. Wer das vorher auf einer Skizze einzeichnet, kommt zu einer Verteilung, die im Alltag funktioniert. Wer nur die Fläche durch einen Richtwert teilt, bekommt gleichmäßiges Licht, das an der falschen Stelle hell ist.

Set mit sechs Spotsgleichmäßige LichtpunkteSet mit zwölf Spotsdichtere LichtpunkteDie Zahl der Spots richtet sich nach der genutzten Fläche darunter
Draufsicht auf zwei gleich große Dachflächen mit sechs und mit zwölf gleichmäßig verteilten Spots. Die Zeichnung vergleicht die Dichte der Lichtpunkte und ist kein Lichtplan und keine Helligkeitsangabe für eine konkrete Terrasse.

Sechs Punkte oder zwölf Punkte

Die Sets sind mit sechs oder mit zwölf Spots erhältlich, und diese Zahl ist bereits eine Entscheidung über den Charakter des Lichts. Sechs Punkte auf einer überschaubaren Fläche erzeugen klar lesbare Lichtinseln. Über dem Tisch ist es hell, dazwischen bleibt es ruhig. Zwölf Punkte auf derselben Fläche lassen die Kegel ineinanderlaufen und ergeben eine gleichmäßig helle Decke. Auf einer großen Fläche bedeuten zwölf Punkte dagegen keine höhere Helligkeit, sondern dieselbe Dichte über mehr Meter.

Der Abstand macht das Bild

Zwei Spots nebeneinander werfen jeweils einen Kegel. Wie weit diese Kegel auseinanderstehen dürfen, hängt von der Höhe des Profils über dem Boden ab. Je höher das Dach, desto breiter ist der Kegel unten und desto größer darf der Abstand sein. Unter einem niedrigen Dach rücken die Punkte näher zusammen. Als Arbeitsregel halten wir die Abstände innerhalb einer Reihe gleich, auch wenn die Felder des Dachs unterschiedlich breit sind. Ungleiche Abstände sieht man sofort, einen halben Meter weniger Reichweite bemerkt niemand.

Innenansicht eines Carports mit heller Deckenbeleuchtung an der Unterseite der Konstruktion

Eine Reihe oder zwei Reihen

Bei einer schmalen Überdachung genügt eine Reihe in der Mitte oder im hinteren Träger. Wird die Terrasse tiefer, bleibt die vordere Hälfte dann im Halbdunkeln. Hier lohnen zwei Reihen, eine im hinteren und eine im vorderen Trägerprofil. Die vordere Reihe setzen wir bewusst etwas nach innen und nicht an die äußerste Kante, damit niemand vom Garten aus in die Linsen schaut. Lässt sich das Set in zwei Gruppen teilen, können Sie beide Reihen getrennt schalten.

Lieber einmal vor Ort nachmessen

Wir schauen uns die Stelle an, nehmen die Maße auf und rechnen Ihnen den Vorschlag durch. TMC GmbH, Karlsruher Str. 22, 76437 Rastatt.

Was die Umgebung beiträgt

Kein Platz ist vollständig dunkel. Fenster, eine Hausleuchte, der Nachbar und bei offenen Seiten auch die Straße bringen Licht mit. Dieser Anteil verändert, wie viel eigenes Licht nötig ist, und er wird bei der Planung meistens übersehen.

Hauswand, Fenster und offene Seiten

Eine Überdachung, die an einer Fensterfront liegt, bekommt aus dem Wohnraum ein ruhiges Grundlicht. Dann reichen oft wenige Punkte über dem Tisch. Steht die Konstruktion frei im Garten oder sind Seitenwände eingebaut, fällt dieser Anteil weg und die Fläche braucht ihr Licht vollständig aus dem Profil. Auch die Umgebung wirkt. Eine hell gestrichene Hauswand und ein heller Bodenbelag werfen viel Licht zurück, dunkler Naturstein schluckt es.

Stellen Sie vor dem Aufmaß an einem Abend eine Taschenlampe oder eine Baustellenleuchte an die geplanten Stellen und schauen Sie, wo der Schatten fällt. Diese Viertelstunde ersetzt jede Diskussion über Richtwerte.

Der Weg zählt mit

Der am häufigsten vergessene Bereich ist der Weg. Von der Terrassentür zur Sitzgruppe, von der Sitzgruppe zur Treppe und zum Garten. Dort muss es nicht hell sein, aber man muss Stufen und Kanten erkennen. Ein einzelner Punkt an der richtigen Stelle leistet hier mehr als zwei zusätzliche Punkte über dem Tisch. Wir fragen beim Aufmaß deshalb nach den Wegen und nicht nur nach den Möbeln.

Wintergarten und Carport haben andere Ansprüche

In einem Wintergarten wird gelesen, gegessen und gearbeitet, und die Fläche ist allseitig verglast. Dort sitzen die Punkte im Rahmen oder in den Sprossen und werden eher dichter gesetzt, weil das Licht eine Deckenleuchte ersetzt. Ein Carport braucht etwas anderes. Hier zählt, dass man den Kofferraum sieht, den Schlüssel findet und beim Rückwärtsfahren die Stütze erkennt. Wenige Punkte, dafür an den richtigen Stellen, sind dort die bessere Wahl.

Typische Fehler bei der Verteilung

Die meisten Enttäuschungen entstehen nicht durch zu wenig Leistung, sondern durch eine Verteilung, die an der Nutzung vorbeigeht. Diese Punkte sehen wir im Nachhinein am häufigsten.

  • Die Zahl der Punkte wird aus der Dachfläche gerechnet und nicht aus der Nutzung
  • Alle Punkte liegen in einer Reihe, obwohl die Terrasse tief ist
  • Der Abstand folgt der Teilung der Felder und wirkt dadurch ungleichmäßig
  • Der Weg zur Tür und zur Treppe bleibt unbeleuchtet
  • Das Grundlicht aus den Fenstern wird mitgerechnet, obwohl Seitenwände geplant sind

Welche Verteilung bei Ihnen passt, legen wir beim Aufmaß gemeinsam fest. Sets, Trafo und Ablauf stehen auf unserer Seite zum Einbaulicht für Überdachungen.

Blick von unten auf ein Glasdach mit hellem Lichtband im Trägerprofil

Fragen

Häufige Fragen zur Verteilung der Spots

Reichen sechs Spots für eine Terrasse mit Esstisch?

In vielen Fällen ja. Sechs Punkte über dem Tisch und auf dem Weg zur Tür ergeben einen gut nutzbaren Platz. Soll die ganze Fläche bis in die Ecken gleichmäßig hell sein, oder ist die Terrasse tief und braucht zwei Reihen, nehmen wir das größere Set.

Kann man später Spots ergänzen?

Das hängt am Trafo und am Kabelweg. Liegt im Profil noch Platz und ist der Trafo nicht ausgereizt, lassen sich zusätzliche Punkte setzen. Deshalb halten wir schon bei der ersten Planung fest, ob eine Erweiterung gewünscht sein könnte.

Müssen die Abstände überall gleich sein?

Innerhalb einer Reihe sollten sie gleich sein, weil das Auge die Linie liest. Zwischen zwei Reihen darf der Abstand abweichen. Wichtiger als jede Regel ist, dass kein Punkt genau über einem Kopfende oder einer Stufe fehlt.

Lassen sich die Punkte getrennt schalten?

Wenn das Set in zwei Gruppen geteilt wird, ja. Üblich ist eine Teilung in hintere und vordere Reihe oder in Essplatz und Restfläche. Das wird beim Anschluss des Trafos festgelegt und sollte vorher besprochen sein.

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Verteilung gemeinsam planen

Wir sehen uns Ihre Fläche an und sagen Ihnen, wie viele Punkte wo sinnvoll sitzen.