Wie sitzt die LED-Beleuchtung im Dachprofil?

Ratgeber Licht

Der Hohlraum im Profil macht den verdeckten Einbau möglich

Wer zum ersten Mal unter einer beleuchteten Überdachung steht, sucht meist die Lampen. Zu sehen sind nur runde Lichtpunkte in der Unterseite des Trägers. Dieser Ratgeber zeigt, was oberhalb dieser Punkte steckt.

Was oberhalb des Lichtpunkts steckt

Ein Trägerprofil aus Aluminium ist kein Vollmaterial. Es ist ein Hohlprofil mit Kammern, und eine dieser Kammern liegt direkt über der Unterseite. Genau dort entsteht der Einbauplatz. In die Unterseite kommt eine Bohrung, in die Bohrung wird der Spot von unten eingesetzt und mit einer Feder oder einem Ring gehalten. Der Körper der Lampe steht nach oben in die Kammer hinein, das Kabel wird dort gesteckt. Sichtbar ist am Ende nur die Linse im Profil.

Trägerprofil der ÜberdachungKabelkanal im ProfilEinbauspots strahlen nach unten, zwei Watt je SpotTrafoTrafo und Verkabelung gehören zum SetDie Spots sitzen geschützt im Profil, sichtbar bleibt nur der Lichtaustritt
Schnitt durch ein Trägerprofil mit Kabelkanal, drei Einbauspots und dem Trafo am Profilende. Die Zeichnung erklärt das Prinzip und ist keine Montagezeichnung und keine Bemessung für ein konkretes Dach.

Die Bohrung bestimmt alles Weitere

Die Bohrung ist der einzige Eingriff in das Profil, der sich nicht zurücknehmen lässt. Sie hat einen festen Durchmesser, der zum Spot passt, und sie muss mittig in der Unterseite liegen. Sitzt sie seitlich versetzt, fällt das bei einer Reihe von Lichtpunkten sofort auf, weil das Auge die Linie liest. Ebenso wichtig ist der Abstand zu Verschraubungen, Stoßstellen und Sparrenanschlüssen. Deshalb wird das Raster gezeichnet und nicht nach Augenmaß gebohrt.

Der Kabelweg liegt im Profil

Von jedem Spot läuft eine kurze Leitung in die Kammer und dort zu einer gemeinsamen Strecke. Diese Strecke führt in Längsrichtung durch das Profil bis an das Ende. Weil das Kabel im Aluminium liegt, ist es gegen Regen, Wind und mechanische Beschädigung geschützt und es hängt nichts durch. Bei mehreren Feldern werden die Abschnitte an den Stoßstellen verbunden. Dort braucht es eine Durchführung, die groß genug ist und keine scharfen Kanten hat, damit die Isolierung über die Jahre nicht aufreibt.

Überdachte Terrasse an einem Wohnhaus in der Dämmerung mit erleuchteter Sitzfläche

Der Trafo braucht einen eigenen Platz

Die Spots arbeiten nicht mit Netzspannung. Dazwischen sitzt ein Trafo, der die Spannung herunterbringt, und dieses Bauteil ist das größte der ganzen Anlage. Es gehört an einen Platz, der trocken ist, an dem Luft zirkulieren kann und an den man wieder herankommt. Üblich sind das Ende des Trägerprofils hinter einer Blende, ein Hohlraum in der Stütze oder die Hauswand im Bereich des Anschlusses. Zugebaut werden darf der Trafo nicht, denn er ist das Bauteil, das am ehesten einmal getauscht wird.

Lieber einmal vor Ort nachmessen

Wir schauen uns die Stelle an, nehmen die Maße auf und rechnen Ihnen den Vorschlag durch. TMC GmbH, Karlsruher Str. 22, 76437 Rastatt.

Was man von unten sieht und was nicht

Der Reiz dieser Lösung liegt darin, was fehlt. Es hängt keine Leuchte unter dem Dach, es führt kein Kabel über einen Sparren und es steht keine Stehleuchte im Weg. Dafür gibt es ein paar Punkte, die sich mit dem Einbau mitentscheiden und die man vorher kennen sollte.

Punktlicht statt Flächenlicht

Ein Einbauspot strahlt nach unten in einem Kegel. Direkt darunter ist es am hellsten, zwischen zwei Spots bleibt es etwas dunkler. Je nach Abstand verschmelzen diese Kegel zu einem gleichmäßigen Band oder sie bleiben als einzelne Lichtinseln lesbar. Beides kann gewollt sein. Wer eine Decke gleichmäßig hell möchte, braucht mehr Punkte in geringerem Abstand. Wer Stimmung über dem Tisch möchte, nimmt wenige Punkte und setzt sie genau dort hin.

Lassen Sie den Leerkanal im Trägerprofil immer offen, auch wenn Sie das Licht erst in einigen Jahren wollen. Ein freier Kanal kostet beim Bau nichts und entscheidet später darüber, ob Leitungen unsichtbar bleiben.

Blendung entsteht durch die Blickrichtung

Ein Spot in der Unterseite eines Trägers sitzt über Kopfhöhe und strahlt nach unten. Solange Sie sitzen oder stehen, blickt niemand in die Linse. Unangenehm wird es nur, wenn Spots in einem flach geneigten Profil sehr weit vorn sitzen und man von der Gartenseite aus dagegen schaut. Deshalb planen wir die vordere Reihe nicht an die äußerste Kante, sondern ein Stück nach innen versetzt. Das kostet nichts und nimmt den Effekt vollständig.

Glas, Stegplatten und das Licht von oben

Die Eindeckung verändert den Eindruck. Unter einem Glasdach bleibt das Licht unter der Scheibe und bildet klare Punkte. Unter Polycarbonat-Stegplatten streut das Material einen Teil des Lichts, die Punkte wirken dadurch weicher und die Stegstruktur wird am Abend sichtbar. Beides ist kein Mangel. Es ist nur der Grund, warum wir beim Aufmaß nach der geplanten Eindeckung fragen, bevor wir über die Zahl der Lichtpunkte sprechen.

Typische Fehler beim Einbau

Die Lösung ist technisch einfach und verzeiht trotzdem wenig, weil fast alles im Profil verschwindet und hinterher nicht mehr zugänglich ist. Diese Punkte gehen in der Praxis am häufigsten schief.

  • Die Bohrungen werden ohne gezeichnetes Raster gesetzt und stehen ungleichmäßig
  • Der Kabelweg wird erst geplant, wenn das Dach schon eingedeckt ist
  • Der Trafo wird an einer Stelle verbaut, an die später niemand mehr herankommt
  • Die Durchführung an der Stoßstelle hat scharfe Kanten und reibt die Isolierung auf
  • Die vordere Reihe sitzt so weit außen, dass man vom Garten aus hineinblickt

Wie das an Ihrer Konstruktion aussieht, klären wir beim Aufmaß. Sets, Ausstattung und Ablauf finden Sie auf unserer Seite zum Einbaulicht für Überdachungen.

Innenansicht eines Carports mit heller Deckenbeleuchtung an der Unterseite der Konstruktion

Fragen

Häufige Fragen zum Einbau im Profil

Schwächt die Bohrung das Trägerprofil?

Bei den üblichen Durchmessern und Abständen nicht. Gebohrt wird in die Unterseite und nicht in die tragenden Flanken, und die Löcher liegen weit auseinander. Entscheidend ist der Abstand zu Verschraubungen und Sparrenanschlüssen. Diese Punkte halten wir beim Zeichnen des Rasters frei.

Wie kommt man an einen defekten Spot heran?

Von unten. Die Lampe wird aus der Bohrung gezogen, die Steckverbindung sitzt gleich darüber in der Kammer. Das Profil muss dafür nicht geöffnet und die Eindeckung nicht angerührt werden. Der Tausch ist in wenigen Minuten erledigt.

Kann der Trafo auch im Haus sitzen?

Das ist möglich, wenn die Strecke vom Trafo zu den Spots nicht zu lang wird. Üblicher und unauffälliger ist ein Platz am Ende des Trägerprofils oder in der Stütze. Wo er bei Ihnen am besten liegt, entscheiden wir beim Termin vor Ort.

Dürfen Leitungen im Profil feucht werden?

Nein, und das ist der Grund für den geschlossenen Kanal. Die Kammer bleibt oben dicht, die Bohrungen zeigen nach unten und am Profilende sitzt eine Blende. Dadurch bleibt Spritzwasser außen und der Hohlraum trocken.

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Wir sehen uns Ihre Profile an und sagen Ihnen, wo die Spots und der Trafo sitzen können.